Start  ›  Biblioteczka oliwska  ›  Die Diözese Danzig  ›  Strona 25  ›

 ‹‹‹ 



OCR (Google):

Anrecht haben und zu deren Unterhalt sie beisteuern, in rein polnische Anstalten verwandelt worden seien, wodurch es den Danziger deutschen Katholiken unmöglich gemacht sei, ihre Söhne dort studieren zu lassen. Die weitere Folge davon fei, daß es für die deutschen Katholiken allmählich feinen Nachwuchs an deutschem Klerus mehr geben werde. Die Danziger Katholifen müßten, da sie noch zur Diözese Culm gehören, dies Vorgehen der polnischen Regierung mit Entrüstung zurückweisen, denn es bedeutet einen schweren Eingriff in die Freiheiten und Rechte der katholischen Kirche.
Zolldirektor Wolkowski ging näher auf die einzelnen, von uns bereits geschilderten Vorgänge ein, während Lehrer Lewandowski als zweiter Redner auf die mangelnde Berücksichtigung der Interessen der Danziger Katholiken durch die polnische Regierung hinwies und näher begründete, daß es unter den obwaltenden Umständen den Danziger nichtpolnischen Katholiken un möglich sei, weiter der Diözese an zu gehören. Das Verhalten der polnischen Regierung dränge sie vielmehr dazu, Wahrung und Neuordnung der firchlichen Verhältnisse zu verlangen, weshalb sie an den Bischof die Bitte richten, die Rechte der deutschen Katholiken Danzigs zu schüßen, zugleich aber auch die Bitte ar das Oberhaupt der Kirche in Rom, recht bald im Freistaate eine firchliche Verwaltung zu schaffen, die den berechtigten Wünschen der überwältigenden Mehrheit der Katholiken Danzigs Rechnung trage. - Im gleichen Sinne sprachen in der Parallelversammlung Studienrätin Frl. Dr. Sem rau und der Volkstagsabg. Evert. In beiden Versammlungen wurde einmütig eine Entschließung angenommen, in der es u. a. heißt:
„Die katholische Bevölkerung der Freien Stadt Danzig, die zu 90 Prozent deutscher Nationalität ist, richtet in aller Ehrerbietigkeit, die sie der kirchlichen Obrigkeit schuldig ist, an den Hochwürdigsten Herrn Diözesanbischof, desgl. an die päpstliche furie in Rom die untertänigste Bitte, daß für eine Wahrung der kirchlichen Rechte gesorgt und daß recht bald eine Umordnung der kirchlichen Verhältnisse durchgeführt werde, wie sie den Wünschen der überwiegenden Mehrheit der katholischen Bevölkerung des Freistaates entspricht ..." 18)
Diese Wünsche der deutschen fatholiken der Freien Stadt Danzig nach Neuregelung der kirchlichen Grenzen, insbesondere nach Loslösung ron Culm und evtl. Angliederung an Ermland wurden auch der Danziger Regierung übermittelt mit der Bitte, die erforderlichen Schritte in Rom zur Neuregelung der kirchlichen Verhältnisse zu unternehmen. Der Senat folgte bereitwillig dieser Bitte und richtete unter dem 13. April 1921 durch Vermittlung des polnischen Generalkommissars in Danzig eine Note an den Kardinal-Staatssekretär betr. Angliederung der Freien Stadt: Danzig an das Ermland in kirchlicher Beziehung, in der es, nachdent eingangs die kirchenpolitische Lage Danzigs kurz geschildert ist, heißt:
----------
18) Eingehenden Bericht über diese Versammlung samt Wortlaut der Reder und der Entschließung vergl. Danziger Volksblait vom 10. Januar 1921.


 ››› 

Pocz¹tek strony.