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fahrwasser usw. preußisch. Mit diejem Besikwechsel war auch das Ende des Klosters Oliva gekommen. Durch preußische kabinettsordre vom 1. November 1772 wurde allen geistlichen Stiftungen die eigene Verwaltung und Bejeßung ihrer Güter entzogen. Als „Entschädigung“ für die eingezogenen Güter und Besißungen sollten 50 Prozent des vom preußischen Staate veranschlagten Ertrages als gewisse Entschädigung zum Unterhalt an die Jnjassen aus der preußischen Staatskasse gezahlt werden.
Als nach dieser Säkularisation der lebte wirkliche Abt des Klosters Oliva, Rybinski, im Jahre 1782 gestorben war, ernannte der Preußenfönig Friedrich II. seinen Verwandten, den Prinzen Johann farl von Hohenzollern - Hech ingen (fatholische Linie des Hohenzollernhaujes), der seit 1777 Coadjutor des Bischofs von Culm, jeit 1782 Fürstbischof von Ermland war, nominell zum Abte von Oliva, um ihm die Einfünfte zu sichern. Ihm folgte in der Regierung als Fürstbischof von Ermland und als nomineller Abt von Oliva seit 1803 sein Neffe, Fürst Joseph von Hohenzollern, der bis zu seinem Tode am 26. September 1836 Oliva als Residenz behielt. Er war auch der lekte nominelle Abt von Oliva. Unter ihm erfolgte am 1. Oktober 1831 die gänzliche Aufhebung des Klosters Oliva. Die Klosterkirche wurde katholische Pfarrkirche während die den hl. Jakobus geweihte bisherige kleine, noch heute erhaltene Pfarrkirche als Kirche für die Protestanten bestimmt wurde, denen sie auch heute noch neben ihrer ncuerbauten zu eigen ist.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts zählte das Kloster Oliva, das beim Beginn des 17. Jahrhunderts nicht weniger als 72 Patres und eine größere Anzahl Laienbrüder gezählt hatte, nur mehr 48 Ordensleute. Bei der Aufhebung befanden sich außer dem Brior Jakob Bluhm, der Pfarrer an der umgewandelten Klosterkirche wurde, nur noch sieben bejahrte Mönche und ein Laienbruder. Die geringe Summe, die dem Kloster nach Einziehung seiner Güter aus den preußischen Stassen gereicht wurde, hatte den Konvent genötigt, seinen Aufwand und auch die Zahl der neu Aufzunehmenden auf das stärkste einzuschränken, und trozdem gerieten die Insassen mitunter in die allerbitterste Not, da preußen in seinen Zahlungen nicht sehr eifrig war, ja sie zeitweilig ganz unterließ. So ist die geringe Mitgliederzahl bei Aufhebung des fondents ur allzu erklärlich. Die Mönche wurden gezwungen, ihre Drdenstracht abzulegen, aber Tie überlebten die Aufhebung ihres Klosters nicht mehr lange. Als lekter Zisterzienserpater von Oliva starb Pfarrer Bluhm in Oliva, während der lekte der Mönche, P. Ludwig La m s höft, im Jahre 1841 fern von feinem Kloster in Mehlsack (Ostpr.) starb.


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